Einweihung Kunstrasen

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Gückingen.

Der Vorsitzende platzt fast vor Stolz, der Ortsbürgermeister sieht für die nächsten Jahrzehnte optimale Voraussetzungen und Geistliche wünschen, gemeinsam am Ball zu bleiben. Alle, die sich am Samstag zur kleinen Feierstunde an der Königsteinhalle eingefunden haben, stimmen mit Manfred Korneffel überein:

Mit Bolzplatz, Rasenplatz und der auffällig farbig gekennzeichneten neuen Spielstätte wurde in Gückingen eine der „attraktivsten Fußballanlagen im Umkreis geschaffen“.

Nach mehreren Modernisierungen ist aus einem „gewachsenen Acker“ ein Schmuckstück geworden, was die anwesenden Fußballer weitaus gelassener zur Kenntnis nehmen – sie haben den Platz mit seinen insgesamt vier Spielfeldern schon vor Wochen in Betrieb genommen.Natürlich richtet sich bei der offiziellen Einweihung dieses „wunderbaren Platzes“ (Korneffel) der Blick nach vorn, doch jene „neun harten Jahre, in denen der Bau erkämpft und errungen wurde“, werden vor den Zuschauern noch einmal ausgebreitet.

Manfred Korneffel lässt die Geschichte von dem Moment an, als 2007 der Gemeinderat um Unterstützung gebeten wurde, Revue passieren, Thomas Petri streift die folgenden grundsätzlichen Diskussionen und Fußball-Kreisvorsitzender Oliver Stephan lässt beim Rückblick die eigenen leidvollen Erfahrungen mit der Asche früherer Zeiten nicht aus.Am Samstag aber, dem „ganz besonderen Tag“, heißt ein „unglaublich stolzer und erleichterter Vorsitzender“ die Gäste willkommen, stand es doch nicht immer wirklich gut, dieses Projekt tatsächlich zu verwirklichen.

Dass es doch gelang, schreibt Korneffel drei Faktoren zu: Dieter Müller, dem langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden und seiner „unermüdlichen Überzeugungsarbeit“, dem Fleiß und Schweiß vieler freiwilliger Helfer und allen Beteiligten, die fast ein Jahrzehnt lang an einem Strang zogen.

So wie kurz vor dem Ziel, als das Land im Zuge der Sparmaßnahmen die Förderung auf 92 000 Euro kürzte und die Ortsgemeinde den eigenen finanziellen Anteil auf 137 500 Euro aufrüsten musste. 40 000 Euro überwies der Landkreis, 39 000 Euro kamen an Spenden zusammen und 27 500 Euro erbrachte der Verein in 2000 Stunden „erheblicher Eigenleistung“ mit Dieter Müller, Otto Knodt und Karl-Heinz Michel an der Spitze. Mit allen Nebenleistungen summierten sich die Gesamtkosten der Anlage auf 370 000 Euro.Hofft der Vorsitzende nun darauf, das „Gückinger Fußballwunder in der A-Klasse weiter fortsetzen“ zu können, sieht Thomas Petri beste Voraussetzungen, die 100 Jahre alte Fußballtradition im Ort unter optimalen Bedingungen zu verlängern.

Etwas Einmaliges für den Verein und die ganze Gemeinde geschaffen zu haben, in Gemeinschaftssinn und soziale Verantwortung investiert und im Gemeinderat einen absolut richtigen Beschluss gefasst zu haben. Der Ortsbürgermeister ist voll des Lobes über das bemerkenswerte Engagement der Mitglieder und voller Freude, einen ganzjährigen Betrieb ermöglichen zu können.Verantwortung und Gemeinschaftssinn – noch zweimal sollen diese Eigenschaften an diesem Mittag aufgriffen werden. LandratFrank Puchtler leitet dazu über, bringt Investitionen und Jugendarbeit auf einen Nenner und nennt das eine wichtige Aufgabe.

Natürlich hat der Kommunalpolitiker auch ein Wort für die neue Grünfläche in seinem Rücken übrig: eine Erfolgsstory. Puchtler spricht von klaren Zielen und betont: „Wenn wir uns was vornehmen, dann wird das auch umgesetzt.“Und Birgit Losacker, die Pastoralreferentin der katholischen Gemeinde, die zusammen mit Pfarrer Adolf Tremper aus St. Peter den Platz weiht, überträgt Fußball als „ein starkes Stück Leben“ auf den Alltag. Der Sport verbinde Jung und Alt, vielleicht könne der Vereine, könne der Platz auch zu einem Ort der Gastfreundschaft werden. „Die Welt zu Gast bei Freunden“, das legendäre Motto der Fußball-WM 2006, es könnte sich der TuS zu eigen machen, spielt die sozial engagierte Vertreterin der Herz-Jesu-Gemeinde den Ball dem aktuellen Flüchtlingsthema zu.

In diesem Sinne gemeinsam am Ball zu bleiben, das wünscht Harry Herrmann. Der Ministerialrat überreichte im Namen des Innenministers mehrere Fußbälle.  Quelle  NNPTrotz allen Bemühungen klafft noch eine kleine Finanzierungslücke.

Daher sind weiterhin alle Mitglieder und Spieler in den nächsten Wochen angehalten an unserer Spendenaktion teilzunehmen. Einzahlungen sind jederzeit möglich bei:

Kreissparkasse Limburg Kontonummer: 177314754

Bankleitzahl:  51150018

IBAN:   DE25511500180177314754 BIC/SWIFT:  HELADEF1LIM